Die langjährige Dominanz des „Verkäufermarktes“ beginnt in den Vereinigten Staaten zu brechen. Aktuelle Daten von Realtor.com deuten auf eine deutliche Verschiebung der Dynamik hin: Über 60 % der größten Immobilienmärkte des Landes gelten mittlerweile als ausgeglichen oder käuferfreundlich, während nur 26 % den Vorteil eines Verkäufers beibehalten.

Diese Verschiebung wird durch eine Kombination aus steigenden Lagerbeständen und schwächerer Nachfrage vorangetrieben und schafft ein Zeitfenster für Gelegenheiten für diejenigen, die Immobilien erwerben möchten. Der Private-Equity-Fondsmanager und Immobilieninvestor Grant Cardone weist darauf hin, dass die aktuelle Situation für diejenigen, die richtig positioniert sind, „phänomenale“ Möglichkeiten bietet.

Wo sich heute die besten Angebote verstecken

Laut Cardone bestehen die unmittelbarsten Chancen in Regionen, in denen das Angebot an Häusern die Zahl der aktiven Käufer deutlich übersteigt.

Der Florida-Vorteil

Florida ist ein Hauptziel für Investoren. Cardone hebt fast den gesamten Staat als Interessengebiet hervor und weist insbesondere darauf hin:
Die Golfküste: Die Strecke von Naples nach Tampa.
Wichtige Drehkreuze: Jacksonville, Miami und der Panhandle.

Wachstumsstarke Metropolen mit wachsendem Angebot

Über Florida hinaus identifiziert Cardone mehrere große Ballungsräume, in denen die Lagerbestände ein günstigeres Umfeld für Käufer geschaffen haben:
Texas: Houston, Dallas und Austin.
Georgien: Atlanta.
Kalifornien: Die meisten größeren Regionen im Bundesstaat.

„In fast jeder größeren Stadt der Vereinigten Staaten gibt es mehr Verkäufer als Käufer“, bemerkte Cardone und betonte, dass das aktuelle Ungleichgewicht eher ein nationaler Trend als ein isoliertes Phänomen sei.

Blick nach vorn: Die „Outflow“-Strategie für 2026

Während einige Märkte derzeit günstig sind, schlägt Cardone eine andere Strategie vor, um in kostenintensiven Bereichen langfristige Werte zu finden. Er argumentiert, dass die besten künftigen Angebote in Städten entstehen werden, in denen es zu Bevölkerungsabwanderungen kommt – Orte, an denen die Bewohner aufgrund hoher Steuern und nicht tragfähiger Lebenshaltungskosten abwandern.

Wenn die Menschen diese teuren Zentren verlassen, könnte der daraus resultierende Anstieg der Lagerbestände und die Präsenz motivierter Verkäufer zu erheblichen Preiskorrekturen führen. Cardone identifiziert die folgenden Städte als potenzielle Gebiete für zukünftige Geschäfte:
New York City
Chicago
Los Angeles
San Francisco

Warum das wichtig ist: Dieser Trend spiegelt einen umfassenderen demografischen Wandel in den USA wider, wo Fernarbeit und Druck auf die Lebenshaltungskosten eine Abwanderung von traditionellen „Superstar-Städten“ in erschwinglichere Regionen vorantreiben.

Märkte, die man mit Vorsicht angehen sollte

Nicht alle Märkte sind gleich und Cardone warnt Anleger, Bereiche zu meiden, in denen sie gezwungen sind, mit massivem institutionellem Kapital zu konkurrieren.

Er rät, sich von Märkten fernzuhalten, die stark von der Unternehmensexpansion beeinflusst sind. Wenn Technologiegiganten oder Großkonzerne in eine Region ziehen, bringen sie oft institutionelle Käufer mit großen Geldbeuteln mit, was die Preise künstlich in die Höhe treiben und Einzelinvestoren und traditionelle Hauskäufer verdrängen kann.


Schlussfolgerung
Der US-Immobilienmarkt geht in eine ausgeglichenere Phase über und bietet unmittelbare Chancen in Florida und Texas, während er in den Städten, die derzeit mit einem Bevölkerungsrückgang konfrontiert sind, einen zukünftigen Wert verspricht. Um jedoch erfolgreich zu sein, muss zwischen organischen Marktveränderungen und Bereichen unterschieden werden, die durch starke Unternehmenskonkurrenz verzerrt sind.