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Warum Oligopole am nicht preislichen Wettbewerb festhalten

In einem Oligopol haben Sie es mit einer Marktsituation zu tun, in der jeder einzelne Hersteller den Markt beeinflusst, aber nicht kontrolliert. Dieser Aufbau bedeutet, dass jeder Hersteller die Auswirkungen einer Preisänderung auf die Handlungen der anderen Produzenten berücksichtigen muss. Eine Preissenkung durch ein Unternehmen kann zu einer gleichen Preissenkung bei den anderen führen. Das Ergebnis ist, dass jedes Unternehmen ungefähr den gleichen Marktanteil behält wie zuvor, jedoch mit einer geringeren Gewinnspanne.

Der Wettbewerb in oligopolistischen Branchen manifestiert sich daher tendenziell in nicht preislichen Formen wie Werbung und Produktdifferenzierung. Charakteristische Oligopole in den USA sind die Stahl-, Aluminium- und Automobilindustrie.

Das Gefangenendilemma bei der Preisgestaltung

Diese Dynamik ist klassische Spieltheorie. Wenn ein Unternehmen seine Preise senkt, um Kunden zu gewinnen, werden die anderen wahrscheinlich diesem Beispiel folgen. Niemand gewinnt. Jeder verdient einfach weniger Geld. Aus diesem Grund kommt es in diesen Sektoren selten zu anhaltenden Preiskämpfen. Stattdessen streiten Marken um ihre Identität.

Denken Sie an die Autoindustrie. Ford, Toyota und Honda stellen alle Autos her. Aber sie konkurrieren nicht nur darum, wer den niedrigsten Aufkleberpreis hat. Sie konkurrieren um Funktionen, Zuverlässigkeit, Markenprestige und Finanzierungsangebote. Das ist Produktdifferenzierung in Aktion. Dadurch können sie höhere Margen erzielen, als es eine reine Preissenkungsstrategie erlauben würde.

Wo passiert das?

Sie finden diese Struktur in Branchen mit hohen Eintrittsbarrieren. Der Bau eines Stahlwerks oder einer Aluminiumraffinerie erfordert viel Kapital. Das begrenzt die Anzahl der Spieler.

In den USA sind die Stahl- und Aluminiumsektoren Paradebeispiele. Die Automobilindustrie ist eine andere. Dies sind keine Märkte, in denen neue Start-ups den Status quo mit einer günstigeren Alternative leicht durcheinander bringen können. Die etablierten Betreiber verfügen über die Größe und die Lieferketten, um kleine Verluste aufzufangen, aber sie haben auch den Anreiz, diese zu vermeiden.

Warum nicht preisbezogene Faktoren dominieren

Wenn der Preis zur einzigen Variablen wird, destabilisiert sich der Markt. Die Gewinnmargen brechen zusammen. In einem Oligopol bevorzugen Unternehmen Stabilität. Sie ziehen es vor, ihren Marktanteil ungefähr gleich zu halten und gleichzeitig ihr Endergebnis zu schützen.

Werbung wird zur Waffe der Wahl. Es ist einfacher, einen Käufer davon zu überzeugen, dass Marke A „sicherer“ oder „stilvoller“ als Marke B ist, als sich auf einen Wettlauf nach unten um den Preis einzulassen. Dies gilt insbesondere für langlebige Güter wie Autos. Sie tätigen einen großen, seltenen Einkauf. Sie wollen Sicherheit. Werbung sorgt dafür.

Die Verbraucherperspektive

Was bedeutet das für Sie als Käufer? Das bedeutet, dass Sie für mehr als nur das physische Produkt bezahlen. Sie zahlen für das Markenimage. Sie zahlen für Werbekampagnen, die Sie davon überzeugen, dass das Produkt überlegen ist.

Das ist nicht unbedingt schlecht. Es kann Innovationen in Marketing und Design vorantreiben. Es bedeutet aber auch, dass die Preise relativ hoch und stabil bleiben. Sie werden nicht die dramatischen Preisrückgänge erleben, die Sie in einem vollkommen umkämpften Markt mit vielen Verkäufern erleben könnten. Die wenigen Verkäufer wissen, dass der Preiswettbewerb ihnen allen schadet.

Wenn Sie sich also die drei großen Automobilhersteller oder die großen Stahlproduzenten ansehen, denken Sie daran, dass ihr Schweigen zum Preis strategischer Natur ist. Es ist eine kalkulierte Entscheidung, einen Krieg zu vermeiden, der niemandem nützt. Sie konkurrieren um Merkmale und nicht darum, wer mit der geringsten Marge überleben kann.

„Ein Einschnitt

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