Die Immobilienpreise in den USA bleiben trotz der jüngsten Lockerung hoch. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag im zweiten Quartal 2025 bei 410.800 US-Dollar – ein deutlicher Anstieg gegenüber 327.100 US-Dollar ein Jahrzehnt zuvor. Da Präsident Trump der Erschwinglichkeit Priorität einräumt, finden Sie hier eine Aufschlüsselung möglicher Veränderungen in der Wohnungspolitik, falls er sich eine zweite Amtszeit sichert, mit Schwerpunkt auf den für 2026 erwarteten Veränderungen.

Erweiterung der Rolle von Fannie Mae und Freddie Mac

Ein wichtiger Vorschlag besteht darin, dass staatlich geförderte Unternehmen (GSEs) Fannie Mae und Freddie Mac Hypothekenanleihen im Wert von 200 Milliarden US-Dollar kaufen sollen. Das ist keine neue Idee; Vor der Finanzkrise 2008 hielten die GSEs jeweils über 900 Milliarden US-Dollar an hypothekenbesicherten Wertpapieren.

Warum das wichtig ist: Erhöhte GSE-Käufe könnten Kreditgebern die Möglichkeit geben, mehr Hypotheken zu vergeben, aber Kritiker argumentieren, dass dies nicht direkt zu niedrigeren Zinssätzen führt. Der eigentliche Zinstreiber ist der Treasury-Markt, wo der Ansatz des Weißen Hauses möglicherweise kontraproduktiv ist.

Einführung von 50-jährigen Hypotheken

Trump hat auch die Idee ins Spiel gebracht, die Hypothekenlaufzeit auf 50 Jahre zu verlängern, um die monatlichen Zahlungen zu reduzieren.

Die Realität: Die Zahlungen wären zwar niedriger, dies könnte jedoch dazu führen, dass Kreditnehmer bis weit in ihre Rentenjahre hinein verschuldet sind. Viele werden nicht mehr lange genug leben, um die Kredite zurückzuzahlen, und die finanzielle Belastung würde wahrscheinlich zunehmen, wenn das Einkommen im Alter sinkt. Einige Experten vermuten sogar, dass längere Kreditlaufzeiten die Preise erhöhen könnten, indem sie die Nachfrage ankurbeln, ohne den Kernangebotsmangel zu beheben.

Beschränkung institutioneller Anleger

Ein weiterer Vorschlag besteht darin, großen institutionellen Anlegern den Kauf von Einfamilienhäusern, insbesondere solchen zur Vermietung, zu verbieten. Ziel ist es, den Wohnungsbestand zu erhöhen und die Preise zu senken.

Allerdings: Analysten weisen darauf hin, dass Landnutzungsbeschränkungen und nicht institutionelle Käufer das Haupthindernis für die Erschwinglichkeit von Wohnraum darstellen. Selbst wenn das Verbot verabschiedet wird, wird es den grundlegenden Versorgungsmangel nicht lösen, der den Bau von Millionen zusätzlicher Häuser über das derzeitige Bauniveau hinaus erfordert.

Schlussfolgerung: Trumps Wohnungspolitik zielt darauf ab, die Erschwinglichkeit zu verbessern, aber ihre Wirksamkeit ist ungewiss. Im Kern geht es nicht nur um die Finanzierung oder Investorenaktivität; Es handelt sich um einen systemischen Versorgungsmangel, der durch Bebauungs- und Landnutzungsvorschriften eingeschränkt wird. Ohne umfassendere Strukturreformen könnten die vorgeschlagenen Maßnahmen nur begrenzte Auswirkungen haben.