Die Securities and Exchange Commission (SEC) hat ihre Klage gegen Gemini Trust, eine von den Milliardären Tyler und Cameron Winklevoss gegründete Kryptowährungsbörse, abgewiesen und markiert damit den jüngsten Schritt im Rückzug der Trump-Regierung von der aggressiven Durchsetzung von Kryptowährungen. Aus Gerichtsakten geht hervor, dass die Agentur am Freitag zugestimmt hat, das Verfahren fallen zu lassen und damit einen Rechtsstreit zu beenden, der auf das Scheitern eines Anlageprodukts im Jahr 2022 zurückzuführen war.

Hintergrund des Falles

Der Fall der SEC gegen Gemini war auf den Zusammenbruch eines Krypto-Investmentprodukts zurückzuführen, bei dem Kunden über eineinhalb Jahre lang von ihren Geldern ausgeschlossen waren. Die Anleger erhielten schließlich ihr Geld zurück, nachdem die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft Maßnahmen ergriffen hatte. Die SEC nannte diese vollständige Erholung als Schlüsselfaktor für ihre Entscheidung, die Klage abzuweisen.

Politische und finanzielle Verbindungen

Die Winklevoss-Zwillinge, prominente Persönlichkeiten der Kryptoindustrie, gelten als enge Verbündete des ehemaligen Präsidenten Trump. Ihre finanzielle Unterstützung umfasst Spenden an Pro-Trump-Fundraising-Komitees, Beiträge zum Bau des Ballsaals des Weißen Hauses und die Mitgliedschaft in einem exklusiven Club, der teilweise Donald Trump Jr. gehört. Sie investierten auch in eine von Eric Trump mitgegründete Kryptofirma, was die enge Bindung zwischen dem Unternehmen und der Trump-Familie unterstreicht.

Trend zur reduzierten Krypto-Durchsetzung

Die Entscheidung der SEC spiegelt einen umfassenderen Wandel der Trump-Regierung hin zu einer weniger aggressiven Regulierung des Kryptowährungssektors wider. Da der ehemalige Präsident selbst ein Krypto-Mogul ist, sind die Durchsetzungsmaßnahmen erheblich zurückgegangen. Die Abweisung dieses hochkarätigen Falles unterstreicht diesen Trend und signalisiert einen nachsichtigeren Ansatz bei der Kryptoaufsicht.

Was das bedeutet

Der Rückzug der SEC aus diesem Fall wirft Fragen über den künftigen Ansatz der Behörde bei der Kryptoregulierung auf. Es signalisiert auch, dass politische Verbindungen und finanzielle Verbindungen Einfluss auf Durchsetzungsentscheidungen haben können. Der Schritt steht im Einklang mit der Pro-Krypto-Haltung der Trump-Regierung und könnte die Landschaft der Regulierung digitaler Vermögenswerte neu gestalten.

Die SEC lehnte eine Stellungnahme ab, die über die Bestätigung der gemeinsamen Vereinbarung zur Abweisung des Falls hinausging. Gemini hat noch nicht auf Anfragen nach weiteren Einzelheiten geantwortet.

Die Abweisung dieses Falles ist nicht nur ein rechtliches Ergebnis; Es ist eine politische Aussage. Es zeigt, wie eng die Kryptowährungsbranche mit politischem Einfluss auf hoher Ebene verflochten ist.