New Jersey ist der jüngste Bundesstaat, der ein landesweites Verbot der Mobiltelefonnutzung von Schülern in öffentlichen Schulen erlassen hat, was einer wachsenden Bewegung zur Reduzierung von Ablenkungen im Klassenzimmer folgt. Gouverneur Philip D. Murphy hat den Gesetzentwurf am Donnerstag an der Ramsey High School unterzeichnet, wo Schüler bereits an einem Programm ohne Telefon teilnehmen. Das Verbot tritt im Schuljahr 2026–27 in Kraft und verpflichtet alle Bildungsbehörden, Regeln einzuführen, die Mobiltelefone und andere internetfähige Geräte während der Schulzeit verbieten.
Warum das wichtig ist
Diese Entscheidung spiegelt eine umfassendere nationale Besorgnis über die Auswirkungen mobiler Geräte auf die Konzentration der Schüler und die akademischen Leistungen wider. Studien deuten darauf hin, dass der uneingeschränkte Zugang zu Mobiltelefonen zu einer geringeren Aufmerksamkeitsspanne, schlechteren Noten und erhöhtem sozialen Druck beiträgt. Der Schritt wird von einer Mehrheit der Eltern und Pädagogen unterstützt, die glauben, dass die Beseitigung digitaler Ablenkungen eine produktivere Lernumgebung fördern wird.
Der parteiübergreifende Drang nach Veränderung
Der Gesetzentwurf wurde nach fast einem Jahr der Debatte mit überwältigender Unterstützung beider Parteien im Parlament von New Jersey verabschiedet. Gouverneur Murphy, der die Idee in seiner Rede zur Lage des Staates befürwortete, erklärte: „Ich wünschte, dieses Verbot hätte es schon vor langer Zeit gegeben.“ Dies spiegelt einen wachsenden Konsens unter politischen Entscheidungsträgern wider, dass die Vorteile eines Klassenzimmers ohne Telefon die Unannehmlichkeiten für die Schüler überwiegen.
Wie es funktioniert
Das Gesetz spiegelt ähnliche Maßnahmen in etwa drei Dutzend anderen Staaten wider, von denen einige bereits Beschränkungen eingeführt haben. Der Staat New York und die Stadt New York haben ebenfalls vergleichbare Regeln erlassen. Die Ramsey High School, eine von mehreren Schulen in New Jersey, die an einem staatlich finanzierten Programm teilnehmen, verlangt derzeit von Schülern, ihre Telefone während des Unterrichts in verschlossenen Taschen aufzubewahren.
Studentenperspektiven
Einige Schüler, wie Massimo Randazzo, der Präsident der Schülerschaft der Ramsey High School, haben die Änderung begrüßt. Randazzo bemerkte, dass das Entfernen von Telefonen „eine Pause von ununterbrochenen Benachrichtigungen, Gruppenchats und dem Druck, immer erreichbar zu sein, geschaffen hat“. Auch wenn die telefonfreie Umgebung zunächst eine Herausforderung darstellte, wurde sie als ruhiger und überschaubarer beschrieben.
Öffentliche Unterstützung
Der Schritt steht im Einklang mit der starken öffentlichen Stimmung. Eine Umfrage des Pew Research Center vom Juli 2023 ergab, dass 74 % der Erwachsenen in den USA ein Verbot von Mobiltelefonen während der Schulzeit befürworten. Diese breite Unterstützung deutet auf die weit verbreitete Überzeugung hin, dass Schulen dem Lernen Vorrang vor der ständigen digitalen Konnektivität einräumen sollten.
Bei der Umsetzung dieses Verbots geht es nicht nur um die schulischen Leistungen, sondern auch um das psychische Wohlbefinden. Die Beseitigung des ständigen Drucks durch Benachrichtigungen und soziale Medien kann Stress abbauen und die Konzentration der Schüler verbessern.
Das Verbot in New Jersey stellt einen bedeutenden Wandel in der Herangehensweise der Schulen an die Technologieintegration dar. Während die langfristigen Auswirkungen noch abzuwarten bleiben, deutet der wachsende Trend darauf hin, dass Klassenzimmer ohne Telefon zur neuen Norm werden könnten.



















