Als das MacBook Neo im März zum Preis von 599 US-Dollar auf den Markt kam, wurde es weithin als bahnbrechend gefeiert. Für viele schien es die Ära preisgünstiger Windows-Laptops endgültig beendet zu haben. Ein genauerer Blick auf den Markt offenbart jedoch einen gewaltigen Konkurrenten, der deutlich mehr Wert bietet: das HP OmniBook 5.
Während das MacBook Neo die Schlagzeilen erobert hat, bietet das OmniBook 5 ein überzeugendes Argument für Windows-Benutzer, da es oft bessere Spezifikationen und bessere Benutzerfreundlichkeit zu einem ähnlichen – oder sogar niedrigeren – Preis bietet.
Überlegene Spezifikationen und Leistung
Der auffälligste Unterschied zwischen diesen beiden Maschinen liegt in ihrer internen Hardware. Während das MacBook Neo häufig durch restriktive Spezifikationen der Einstiegsklasse eingeschränkt ist, ist das HP OmniBook 5 für Multitasking konzipiert.
- Arbeitsspeicher und Massenspeicher: Das OmniBook 5 verfügt normalerweise über 16 GB RAM und 512 GB Massenspeicher. Das ist die doppelte Kapazität des MacBook Neo-Basismodells. In einer Zeit, in der 8 GB RAM für modernes Surfen im Internet und Multitasking zunehmend unzureichend sind, bieten die 16 GB des HP ein Maß an „Zukunftssicherheit“, das dem MacBook fehlt.
- Verarbeitungsleistung: Angetrieben durch den Qualcomm Snapdragon X Chip bietet das OmniBook 5 hocheffiziente Leistung. Dieser Chip ermöglicht es dem Laptop, in puncto ganztägiger Akkulaufzeit mit dem MacBook Neo mitzuhalten, und widerlegt damit den seit langem verbreiteten Mythos, dass Windows-Laptops in puncto Energieeffizienz nicht mit MacBooks mithalten können.
- Multitasking-Freiheit: Die Kombination aus mehr RAM und besserer Multicore-Leistung bedeutet, dass Benutzer zahlreiche Registerkarten und Anwendungen gleichzeitig ausführen können, ohne dass das System einen Leistungsengpass erleidet.
Design und Portabilität
Ein weit verbreitetes Missverständnis ist, dass ein niedrigerer Preis ein „billiges“ Gefühl erfordert. Das HP OmniBook 5 widersetzt sich diesem Trend.
Dank des Aluminiumgehäuses fühlt sich der Laptop robust und hochwertig an. Es entspricht sowohl in der Dicke (0,5 Zoll) als auch im Gewicht dem MacBook Neo und ist somit ein idealer Begleiter für mobile Berufstätige oder Studenten. Während das MacBook Neo durch seine Farboptionen möglicherweise mehr „Persönlichkeit“ bietet, verfügt das OmniBook 5 über ein ausgewogenes Scharnier, das ein müheloses Öffnen mit einer Hand und eine professionelle Ästhetik ermöglicht.
Praktische Funktionen und Konnektivität
Während das MacBook Neo Kompromisse beim Nutzen eingeht, um seinen Preis zu halten, bietet das HP OmniBook 5 wesentliche moderne Funktionen:
- Erhöhte Sicherheit: Im Gegensatz zum MacBook Neo, das keinen Fingerabdrucksensor hat, verfügt das OmniBook 5 über eine IR-Kamera zur Gesichtserkennung über Windows Hello.
- Bessere Konnektivität: Der HP umgeht die „veraltete“ Falle, indem er zwei 10-Gbit/s-USB-C-Anschlüsse und einen älteren USB-A-Anschluss bereitstellt. Im Gegensatz dazu wurden einige MacBook Neo-Konfigurationen dafür kritisiert, dass sie viel langsamere USB 2.0-Standards enthalten.
- Verbessertes Tipperlebnis: Das OmniBook 5 verfügt über eine Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung, eine entscheidende Funktion für das Arbeiten in Umgebungen mit schlechten Lichtverhältnissen, die das MacBook Neo nicht bietet.
Der Display-Kompromiss
Der einzige Bereich, in dem Apple einen leichten Vorsprung hat, ist die Bildschirmschärfe und -helligkeit. Das MacBook Neo bietet eine höhere Auflösung (2408 x 1506) und ein helleres 500-Nit-Panel.
Das HP OmniBook 5 gleicht dies jedoch mit seiner OLED-Technologie aus. Das OLED-Panel ist zwar etwas weniger scharf, bietet aber unendlichen Kontrast und einen größeren Farbraum, was es zu einem der besten verfügbaren Displays in der Budgetkategorie macht und frühere Marktführer wie das Asus Vivobook 14 übertrifft.
Verbesserungsmöglichkeiten
Kein Gerät ist perfekt. Die Hauptschwäche des OmniBook 5 ist sein Touchpad. Obwohl es funktionell und relativ leise ist, kann es sich bei Präzisionsaufgaben wie Klicken und Ziehen schwerfällig anfühlen, sodass gelegentlich die Verwendung einer externen Maus erforderlich ist.
Fazit
Das MacBook Neo bleibt ein starker Konkurrent für diejenigen, die fest im Apple-Ökosystem verankert sind, aber es ist nicht mehr der unangefochtene König der preisgünstigen Laptops. Für Benutzer, die das Beste für ihr Geld suchen, bietet das HP OmniBook 5 – insbesondere wenn es im Angebot ist – ein leistungsfähigeres, vernetzteres und vielseitigeres Computererlebnis.



















