Fujifilms X-E5, die Ende 2025 auf den Markt kam, bietet eine überzeugende Mischung aus kompaktem Design und High-End-Leistung. Die Kamera hat sich schnell zu einer herausragenden Option für Fotografen entwickelt, die ein tragbares System im Retro-Stil mit außergewöhnlicher Bildqualität suchen. Im Wesentlichen handelt es sich um eine Weiterentwicklung des beliebten Fujifilm X100VI mit Wechselobjektiv, das ähnliche Funktionen mit zusätzlicher Vielseitigkeit bietet.
Die Entwicklung einer Serie
Die X-E-Serie repräsentierte historisch den minimalistischen Entfernungsmesser-Ansatz von Fujifilm. Mit der X-E5 ist diese Unterscheidung jedoch verwischt. Diese neueste Version ist weniger spartanisch als ihre Vorgänger – sowohl in Bezug auf Funktionen als auch auf die physische Größe – und stellt wohl das ultimative Fujifilm-Entfernungsmesser-Erlebnis dar. Das Engagement von Fujifilm für diese Linie deutet auf eine Schwerpunktverlagerung hin, die möglicherweise das Ende der weiteren Entwicklung der X-Pro-Serie signalisiert. Für diejenigen, die ein klassisches Entfernungsmesser-Feeling von Fujifilm suchen, ist die X-E5 jetzt die erste Wahl.
Kernleistung: Sensor und Stabilisierung
Das Herzstück der X-E5 ist ein 40-Megapixel-APS-C-X-Trans-V-Sensor gepaart mit dem neuesten Prozessor. Diese Kombination, die bereits bei der X-T5 und der X100VI zu finden war, liefert durchweg hervorragende Bilder. Die Farbwissenschaft von Fujifilm ist nach wie vor ein Hauptanziehungspunkt und bietet unverwechselbare und ansprechende Ergebnisse direkt aus der Kamera.
Zu seiner Attraktivität trägt auch die integrierte Bildstabilisierung (IBIS) bei, die eine Verwacklungsreduzierung um bis zu sieben Stufen ermöglicht. Diese Funktion war bisher High-End-Modellen vorbehalten und festigte damit die Position des X-E5 als Premium-Angebot weiter. Die verbesserte Verarbeitungsqualität mit einer massiven Aluminium-Oberplatte unterstreicht den erstklassigen Eindruck der Kamera.
Design-Entscheidungen: Hits and Misses
Fujifilm hat bekannte Bedienelemente wie die beiden Einstellräder und den speziellen AF-Modus-Schalter wieder eingeführt und so die Benutzerfreundlichkeit für erfahrene Benutzer verbessert. Die Einbeziehung eines speziellen Filmsimulationsrads hat jedoch Kritik hervorgerufen. Während einige den Komfort schätzen, argumentieren andere, dass ein spezielles ISO-Einstellrad angesichts der häufigen Verwendung praktischer gewesen wäre. Die Kamera behält außerdem den W126s-Akku der X100VI bei, was zu einer kürzeren Akkulaufzeit von etwa 310 Aufnahmen führt.
Bildqualität und Autofokus
Die X-E5 liefert eine außergewöhnliche Bildqualität mit RAW-Dateien, die mit denen der X-T5 vergleichbar sind. Der Basis-ISO-Wert von 125 bietet im Vergleich zur X-E4 eine leicht verbesserte Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen, obwohl der Unterschied geringfügig ist. Das Autofokussystem bleibt konkurrenzfähig und bietet in den meisten Szenarien zuverlässige Leistung. Allerdings hinkt Fujifilm einigen Konkurrenten beim kontinuierlichen Autofokus und der Motivverfolgung hinterher.
Wert und Alternativen
Der Fujifilm X-E5 kostet allein für das Gehäuse 1.699 US-Dollar oder 1.899 US-Dollar mit dem neuen 23-mm-1:2,8-Pancake-Objektiv. Dies positioniert ihn als Premium-Option, insbesondere im Vergleich zum X-T5, der mehr Funktionen für nur 200 US-Dollar mehr bietet. Das Vollformat-Modell Sony a7C II ist mit 2.199 US-Dollar zwar teurer, bietet aber hervorragende Videofunktionen und ist wetterfest.
Letztendlich liegt der Reiz der X-E5 in ihrer einzigartigen Mischung aus Stil, Tragbarkeit und Bildqualität. Obwohl es aus rein praktischer Sicht vielleicht nicht die logischste Wahl ist, ist es eine überzeugende Option für Enthusiasten, die Wert auf ein raffiniertes Schießerlebnis legen.




















