Dells XPS 14 kehrt im Jahr 2026 mit einer mutigen Strategie zurück: der Verzicht auf separate Grafikkarten und der Einsatz von Intels neuen Panther-Lake-Prozessoren. Dieser Schritt, der aus einer kurzen Markenpause im Jahr 2025 hervorgegangen ist, zielt darauf ab, in einem wettbewerbsintensiven Markt Schlankheit, Effizienz und überraschend starke Leistung zu bieten. Erste Tests zeigen, dass das XPS 14 nicht nur brauchbar, sondern potenziell ein Top-Konkurrent ist, allerdings zu einem Premiumpreis.
Designverfeinerungen: Aus Fehlern der Vergangenheit lernen
Frühere XPS-Modelle experimentierten mit aggressiven Designentscheidungen – wie dem Ersetzen von Funktionstasten durch berührungsempfindliche Tasten und einem übermäßig minimalistischen haptischen Trackpad. Das 2026 XPS 14 behält die elegante Ästhetik bei, behebt jedoch diese Benutzerfreundlichkeitsprobleme. Funktionstasten sind zurück und dezente Trackpad-Trennwände erhöhen die Präzision, ohne das klare Aussehen zu beeinträchtigen. Das haptische Feedback bleibt erhalten und bietet ein anpassbares Erlebnis, auch wenn gelegentliche Fehlklicks immer noch möglich sind.
Bei diesem Laptop steht die Mobilität im Vordergrund, er ist nur 0,58 Zoll dick (sogar dünner als das 14-Zoll MacBook Pro) und wiegt nur 3 Pfund. Dies macht es zu einer bedeutenden Errungenschaft für eine leistungsorientierte Maschine, bei der häufig Größe zugunsten der Leistung geopfert wird. Die Tastatur behält die umstrittenen Schalter mit geringem Hubweg bei, die einige Benutzer lieben oder hassen werden, aber das Zero-Gitter-Layout maximiert die Tastenkappengröße. Die Integration von drei Thunderbolt 4-Anschlüssen und einer Kopfhörerbuchse ist Standard, aber das Entfernen des microSD-Steckplatzes könnte Entwickler enttäuschen.
Anzeigeoptionen: OLED ist der richtige Weg
Dell bietet sowohl LCD- als auch OLED-Displaykonfigurationen an. Das Basismodell für 1.699 US-Dollar verfügt über ein Standard-LCD mit 1920 x 1200, ein Downgrade im Vergleich zur Mini-LED-Option des MacBook Pro. Das OLED-Modell, beginnend mit dem Core Ultra X7, ist die bessere Wahl. Es verfügt über Tandem-OLED-Technologie für eine verbesserte Effizienz, was zu einer längeren Akkulaufzeit führt.
Das OLED-Panel liefert lebendige Farben, die 100 % der Farbräume sRGB, AdobeRGB und Display P3 mit hervorragender Genauigkeit abdecken. Beide Optionen beinhalten eine dynamische Bildwiederholfrequenz von 120 Hz. Die Rahmen des Basismodells sind beeindruckend dünn und tragen zur modernen Ästhetik bei. Dell hat auch eine 8-Megapixel-4K-Webcam integriert, eine Seltenheit bei Laptops, ohne eine störende Kerbe einzuführen.
Leistung ohne separate Grafikkarte: Ein überraschender Gewinn
Die größte Änderung ist das Fehlen einer separaten Grafik. Dell setzt auf Intels Panther-Lake-Chips, konkret auf die Varianten Core Ultra 7 und X7. Der X7 358H liefert eine Leistung, die mit RTX 4050-GPUs der vorherigen Generation vergleichbar ist – eine bemerkenswerte Leistung für integrierte Grafiken. Der Unterschied zwischen Ultra 7 und X7 ist erheblich, wobei letzteres die doppelte CPU- und GPU-Leistung bietet.
Obwohl das XPS 14 nicht das schnellste Notebook mit dem X7-Chip ist (andere Modelle wie das MSI Prestige 14 Flip übertreffen es), kann es sich dennoch gegen das M4 Pro MacBook Pro behaupten. Die Spieleleistung ist beeindruckend: Cyberpunk 2077 läuft mit 56 FPS bei einer Auflösung von 1920 x 1200 ohne Hochskalierung und 70 FPS mit Intels Xe2-Technologie. Das XPS 14 beweist, dass High-End-Gaming jetzt auch ohne dedizierte GPUs möglich ist.
Akkulaufzeit: Ein großer Vorteil
Das neue XPS 14 erreicht eine Akkulaufzeit von über 20 Stunden lokaler Videowiedergabe, eine deutliche Verbesserung gegenüber früheren Generationen und anderen Windows-Laptops. Zu dieser Langlebigkeit tragen das OLED-Display und der effiziente Intel-Prozessor bei. Dies ist ein entscheidender Sieg für Dell, da die Akkulaufzeit bei früheren XPS-Modellen ein großer Schwachpunkt war.
Preise und Urteil
Die Basiskonfiguration für 1.599 US-Dollar ist für ihr Display und ihre Leistung überteuert. Das 1.999-Dollar-Modell mit dem Core Ultra X7 ist konkurrenzfähiger, aber immer noch teurer als das MacBook Pro. Für Windows-Fans ist das Dell XPS 14 jedoch die beste Alternative zum 14-Zoll MacBook Pro von Apple. Das XPS 14 zeigt, dass ein Premium-Laptop sowohl dünn als auch leistungsstark und langlebig sein kann, ohne auf veraltete Hardware angewiesen zu sein.



















