Seit einem Jahr dominiert AMDs Ryzen 7 9800X3D den Markt für High-End-Gaming-CPUs und bietet eine beeindruckende Kombination aus Geschwindigkeit und Effizienz. Der neu veröffentlichte Ryzen 7 9850X3D baut auf dieser Grundlage auf, die Verbesserungen sind jedoch so schrittweise, dass die meisten Gamer keinen Unterschied bemerken werden. Obwohl der 9850X3D technisch schneller ist, bietet er für bestehende 9800X3D-Besitzer keinen zwingenden Grund für ein Upgrade.

Minimale Hardwareunterschiede

Die wichtigste Spezifikationsänderung zwischen den beiden Prozessoren ist eine leichte Erhöhung des maximalen Boost-Takts: 5,6 GHz für den 9850X3D gegenüber 5,2 GHz für den 9800X3D. Dieser Unterschied ist wahrscheinlich auf die Praxis von AMD zurückzuführen, Chips zu „binning“ – Silizium nach Leistung zu sortieren und sie verschiedenen SKUs zuzuordnen. Das bedeutet, dass die Kernarchitektur und die zugrunde liegende Technologie weitgehend unverändert bleiben.

Testbedingungen

Der Test wurde mit einer High-End-Systemkonfiguration durchgeführt, darunter ein Asus ROG Crosshair X870E Hero-Motherboard, 32 GB 6000 MHz G.Skill Trident Z5 Neo RAM und eine Samsung 9100 Pro SSD. Gaming-Tests wurden mit einer Nvidia RTX 5080 durchgeführt und die thermische Leistung wurde mit einem Corsair Nautilus 360 RS AIO-Kühler überwacht. Unter Last hielt die CPU Temperaturen zwischen 79 und 80 °C aufrecht, was deutlich innerhalb der sicheren Betriebsgrenzen liegt.

Übertakten bleibt einfach

AMD legt mit seiner Ryzen-Master-Software weiterhin Wert auf benutzerfreundliches Übertakten. Selbst unerfahrene Benutzer können die „Auto“-Einstellungen nutzen, um die Leistung mit minimalem Aufwand zu optimieren. Die Software bietet klare Empfehlungen und automatisierte Prozesse zum Anwenden von Änderungen und zum Durchführen von Stabilitätstests. Die Plattform ist stabil und unterstützt mehrere Profile, was die Verwaltung und gemeinsame Nutzung von Übertaktungskonfigurationen erleichtert.

Leistungsbenchmarks: geringfügige Verbesserungen

Synthetische Benchmarks zeigen einen leichten Vorteil für den 9850X3D, mit einem Anstieg der Single-Core-Cinebench-R23-Ergebnisse um etwa 5 %. Die Multi-Core-Leistung bleibt jedoch nahezu identisch. Gaming-Benchmarks zeigen ähnlich geringe Zuwächse. In Cyberpunk 2077 bei 1440p mit Ultra-Einstellungen und aktiviertem Raytracing erreichte die 9850X3D durchschnittlich 71,19 FPS im Vergleich zu 69,61 FPS der 9800X3D – ein Unterschied von weniger als 2 %. Andere Titel, darunter Marvel Rivals, Arc Raiders und Counter-Strike 2, zeigten noch kleinere Abweichungen.

Praktische Implikationen

Die wichtigste Erkenntnis ist folgende: In realen Gaming-Szenarien ist der Leistungsunterschied zwischen den beiden Chips vernachlässigbar. Gamer, die bereits einen 9800X3D besitzen, haben keinen Grund für ein Upgrade. Wenn beide Chips zu ähnlichen Preisen erhältlich sind, ist der 9850X3D die etwas bessere Wahl, ein Rabatt auf das ältere Modell wäre für die meisten Nutzer jedoch sinnvoller.

Der Leistungsunterschied zwischen dem AMD Ryzen 7 9800X3D und dem 9850X3D ist so gering, dass er während des tatsächlichen Spiels wahrscheinlich nicht spürbar ist, sodass ein Upgrade für bestehende Besitzer unnötig ist.

Der 9850X3D ist ein leistungsfähiger Prozessor, aber seine Verbesserungen sind zu gering, um für die meisten Gamer ein Upgrade zu rechtfertigen. Beide Chips liefern eine hervorragende Leistung und die Wahl hängt vom Preis und der Verfügbarkeit ab.