Додому Різне ICE verschärft die Überwachung in Minneapolis: Gesichtserkennung und fortschrittliche Technologie eingesetzt

ICE verschärft die Überwachung in Minneapolis: Gesichtserkennung und fortschrittliche Technologie eingesetzt

Die Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) führt in Minneapolis ein verschärftes Vorgehen durch und setzt dabei eine Reihe fortschrittlicher Überwachungstechnologien ein, darunter Gesichtserkennung, Mobiltelefonverfolgung und Datenanalysetools. Diese Eskalation hat lokale Aktivisten alarmiert, die berichten, dass ICE-Agenten diese Technologien aktiv sowohl gegen Einwanderer ohne Papiere als auch gegen US-Bürger einsetzen.

Gesichtserkennung im Feld

Am 10. Januar wurde Nicole Cleland, eine Freiwillige einer örtlichen Einwanderungsüberwachungsgruppe, von einem ICE-Agenten konfrontiert, der sie namentlich identifizierte, obwohl er sie noch nie zuvor getroffen hatte. Der Agent gab an, über seine Körperkamera Gesichtserkennungstechnologie zu nutzen. Dieser Vorfall ist einer von mindestens sieben bestätigten Fällen in diesem Monat, bei denen ICE-Agenten ohne vorherige Zustimmung Gesichtserkennung gegen Personen im Raum Minneapolis eingesetzt haben.

Berichten zufolge verwendet ICE zwei Gesichtserkennungsprogramme: Clearview AI und ein neueres System namens Mobile Fortify. Der Einsatz von Clearview AI ist besonders umstritten, da das Unternehmen aufgrund seiner aggressiven Datenerfassungspraktiken mit rechtlichen Herausforderungen konfrontiert war.

Beyond Faces: Handy-Hacking und Datenaggregation

Die Gesichtserkennung ist nicht das einzige Tool, das ICE verwendet. Laut drei aktuellen und ehemaligen Beamten des Heimatschutzministeriums nutzt die Behörde auch Überwachungstools für Mobiltelefone und soziale Medien, um die Online-Aktivitäten von Einzelpersonen zu verfolgen. Es gibt Hinweise darauf, dass Agenten versuchen, sich in Telefone zu hacken, um an Daten zu gelangen.

Die Behörde nutzt außerdem eine Echtzeit-Standortdatenbank von Palantir, einem Datenanalyseunternehmen, das für seine umstrittenen Verträge mit Regierungsbehörden bekannt ist. Diese Datenbank kombiniert kommerzielle und staatliche Daten und ermöglicht es ICE, die Standorte der von ihr verfolgten Personen genau zu bestimmen.

Implikationen und Bedenken

Der aggressive Einsatz dieser Technologien wirft ernsthafte Datenschutzbedenken auf. Die mangelnde Zustimmung der verfolgten Bürger sowie die Möglichkeit eines Missbrauchs haben die Kritik von Befürwortern bürgerlicher Freiheiten angeheizt. Der Einsatz von Hacking-Tools wirft auch Fragen zu rechtlichen Grenzen und möglichen Verstößen gegen den vierten Verfassungszusatz auf.

Der Umfang und die Komplexität der Überwachungseinsätze der ICE in Minneapolis lassen auf einen breiteren Trend hin zu einer zunehmenden technologischen Durchsetzung der Einwanderungskontrolle schließen. Dies wirft die Frage auf, wie weit die Behörden gehen werden, um Personen unabhängig von ihrem Staatsbürgerschaftsstatus zu verfolgen und zu identifizieren.

Die Situation in Minneapolis verdeutlicht, dass die ICE zunehmend invasivere Überwachungsmethoden einsetzt und die Grenzen zwischen der Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen und der Verfolgung im Inland verwischt. Die langfristigen Auswirkungen auf die Privatsphäre und die bürgerlichen Freiheiten bleiben ungewiss, aber die aktuelle Entwicklung deutet auf eine erhebliche Eskalation der Überwachungskapazitäten des Bundes hin.

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